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	<title>GESCHICHTE DES VIERTELS Archive - Unionviertel</title>
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	<title>GESCHICHTE DES VIERTELS Archive - Unionviertel</title>
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		<title>WAR SMART RHINO EINE LUFTBLASE?</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/war-smart-rhino-eine-luftblase/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silvia Beckmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 27 May 2024 11:32:31 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[AKTUELLES]]></category>
		<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
		<category><![CDATA[SOZIALES]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DIE NACHBARSCHAFT STELLT FRAGEN ZUR ENTWICKLUNG DES EHEMALIGEN HSP-AREALS IM DORTMUNDER WESTEN Genau eine Woche ist es her, dass die Thelen Gruppe, Eigentümerin des Grundstücks, mit dem Abriss des ehemaligen Emscherschlösschens begonnen hat. Die Vernichtung von Baukultur und Identität durch die fehlende Sicherung in den letzten Jahren und nun für immer durch den Abriss, ist ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>DIE NACHBARSCHAFT STELLT FRAGEN ZUR ENTWICKLUNG DES EHEMALIGEN HSP-AREALS IM DORTMUNDER WESTEN</p>
<p>Genau eine Woche ist es her, dass die Thelen Gruppe, Eigentümerin des Grundstücks, mit dem Abriss des ehemaligen Emscherschlösschens begonnen hat. Die Vernichtung von Baukultur und Identität durch die fehlende Sicherung in den letzten Jahren und nun für immer durch den Abriss, ist für die Nachbarschaft schwer zu ertragen. Es gab mit der Rahmenplanung und der Machbarkeitsstudie der Thelen Gruppe, die durch den Dortmunder Stadtrat und die örtliche Bezirksvertretung beschlossen wurde, eine gemeinsame Vereinbarung für die zukünftige Entwicklung des Areals. In der Mitte, und Kern der infrastrukturellen Entwicklung: Das umgenutzte Emscherschlösschen. Sind die Pläne nun nichts mehr wert? Was passiert mit dem Gelände?</p>
<p>Die Thelen Gruppe hat allen Nutzenden gekündigt, wie den Schraubern in den Garagen der Feldherrnhalle und den Bewohner:innen des Stellwerks, und hat Angebote aus der Nachbarschaft zur Sicherung oder Nutzung der ehemaligen Kantine – unmittelbare Nachbarschaft zum Quartier – abgelehnt. Folglich gab es keine soziale Kontrolle auf dem Gelände. Daher gab es mehrere Brände, Vandalismus und Schäden durch Witterung. Wir in der Nachbarschaft schauen jeden Tag auf das Gelände und die Altbauten und versuchen uns als nachbarschaftlicher Zusammenschluss NEUE WERK UNION seit 8 Jahren um den Leerstand zu kümmern und die Nachbarschaft über aktuelle Planungen zu informieren. Die Zustände sind unhaltbar.</p>
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<p>Jetzt ist uns aber endgültig der Kragen geplatzt. Denkmalwürdige Gebäude werden abgerissen, da sie über Jahre zu Schrott verkommen lassen wurden. Die fehlende Sicherung ist eine aktive Handlung, die wir stark kritisieren und dies seit Jahren den wechselnden Projektleitungen mitteilen und Angebote machen, zu unterstützen.</p>
<p>Wie geht es nun weiter mit der Entwicklung des Geländes? Sind Machbarkeitsstudie und Rahmenplanung nicht mehr gültig? Warum hat die Thelen Gruppe einen kleinen Teil ihres Grundstücks nicht an das Land verkauft, um die Entwicklung des Quartiers voranzutreiben?</p>
<p>Auch das Verwaltungsgebäude der Union (später HOESCH) zerfällt. Seitdem der Hausmeister weg ist, ziehen Vandalen ein und zerstören das Haus. Seit 3 Wochen prangt auf der Westseite ein großes Loch im Haus. Was passiert mit diesem stadthistorisch wichtigen Gebäude?</p>
<p>Nachdem der Stadtumbau Rheinische Straße nicht bei uns angekommen ist, der Umbau der Rheinischen Straße in den Sternen steht (mehrmals wurden bereits bewilligte Fördermittel nicht abgerufen) und nun auch die Entwicklung des ehemaligen Stahlwerks nicht vorankommt, denken wir, dass hier was super schiefläuft und fragen uns warum!</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-6925" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2024/05/photo_2024-05-22_09-42-48-960x640.jpg" alt="" width="960" height="640" srcset="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2024/05/photo_2024-05-22_09-42-48-960x640.jpg 960w, https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2024/05/photo_2024-05-22_09-42-48-1240x826.jpg 1240w, https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2024/05/photo_2024-05-22_09-42-48-768x512.jpg 768w, https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2024/05/photo_2024-05-22_09-42-48.jpg 1280w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Wir werden nun selber tätig und werden mit all unseren Kräften die alte Walzendreherei retten! Sie ist das Bindeglied zwischen bisheriger Umnutzung des ehemaligen Stahlwerks (heute Union Gewerbehof) und der neuen Nutzung und hat eine große Bedeutung in der Nachbarschaft.</p>
<p>WAS BLEIBT IST DIE ZUKUNFT!</p>
<p>Ansprechpartner: Frank Passon, <a href="mailto:union-dortmund@email.de">union-dortmund@email.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Wie aus einem Variete ein Seniorenzentrum wurde</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/wie-aus-einem-variete-ein-seniorenzentrum-wurde/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank van Lieshaut]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 12:21:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wohl an keiner Stelle der Rheinischen Straße zeigt sich ihre wechselhafte Geschichte so deutlich wie dort, wo jetzt gegenüber des West Centers ein Seniorenzentrum mit verschiedenen Dienstleistern im Erdgeschoss entsteht. Vor mehr als 100 Jahren, als die Rheinische Straße noch eine Flaniermeile war, eröffnete dort die „Walhalla“, ein 1902 in Westfalen einzigartiges Variete, ihre Pforten. ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Wohl an keiner Stelle der Rheinischen Straße zeigt sich ihre wechselhafte Geschichte so deutlich wie dort, wo jetzt gegenüber des West Centers ein Seniorenzentrum mit verschiedenen Dienstleistern im Erdgeschoss entsteht.</p>
<p>Vor mehr als 100 Jahren, als die Rheinische Straße noch eine Flaniermeile war, eröffnete dort die „Walhalla“, ein 1902 in Westfalen einzigartiges Variete, ihre Pforten. Sie wurde 1924/25 zum Filmtheater »Tivoli-Palast« umgerüstet. Der neue Eigentümer Heinrich Assauer betrieb bereits das Orpheum-Theater an der Dorstfelder Brücke, welches eines der bestbesuchten Kinos in Dortmund war. Später wurde das Kino von den Eheleuten Dehrendorf unter dem Namen „Atrium“ übernommen, zweimal ausgebombt und zweimal wieder aufgebaut. Die 1100 Sitzplätze wurden unter Weglassung des Balkons auf 780 Plätze reduziert. Mit dem Kinosterben durch die Konkurrenz des Fernsehens schloss das Atrium in den 1960-er Jahren.</p>
<p>Zunächst zog einer der neuen Supermärkte, der wiederum manche Tante Emma Läden im Viertel verdrängte, in das Gebäude neben dem Schuhhaus Marcus ein. Dieses Schuhgeschäft war eines der zahlreichen Fachgeschäfte entlang der Rheinischen Straße, die diese neben der Kaiser- und Münsterstraße zu einer beliebten und lebendigen Einkaufsstraße machten.<br />
Für uns Kinder war Marcus so etwas wie ein Abenteuerspielplatz. Eine Holzrutsche führte vom Erdgeschoss in die Kinderabteilung im Keller, wo das absolute Highlight des Ladens stand: ein „Pedoskop“, das bis 1960 ein Muss für ein renommiertes Schuhgeschäft war. In diesem Schuh-Röntgen-Apparat überprüfte man, wie der Fuß im Schuh saß. So wurde der Schuhkauf für uns Kinder durch die sichtbar gemachten Knochen zu einem echten Science Fiction Abenteuer. Die drei Sichtfenster erlaubten es uns, der Mutter und dem Schuhverkäufer, gleichzeitig einen Blick auf den Schuh samt den durchleuchteten Füßen zu werfen. Da strahlten natürlich die Betrachter.</p>
<p>Aber auch die großen Zeiten des Einzelhandels entlang der Rheinischen Straße waren bald vorbei, zu mächtig war die Konkurrenz der nahen City geworden. Nach dem Abbruch des Gebäudekomplexes wurde der triste Platz seit den 1990-er Jahren als Parkplatz genutzt.</p>
<p>Nun tut sich eine neue Nutzung auf, von der man nur hoffen kann, dass sie dem Viertel einen weiteren Aufschwung bringen wird.</p>
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		<item>
		<title>Vom Bier zur Bildung</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/vom-bier-zur-bildung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank van Lieshaut]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2020 12:14:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neben Kohle und Stahl war auch das Bier einer der bedeutendsten Dortmunder Wirtschaftsfaktoren. Das Dortmunder Bier wurde in der ganzen Welt getrunken und trug dazu bei, den Namen Dortmunds rund um den Globus bekannt zu machen. Im Westen der Stadt, an der Rheinischen Straße, verkünden noch heute hochragende Bauten weithin, dass hier die beiden größten ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Neben Kohle und Stahl war auch das Bier einer der bedeutendsten Dortmunder Wirtschaftsfaktoren. Das Dortmunder Bier wurde in der ganzen Welt getrunken und trug dazu bei, den Namen Dortmunds rund um den Globus bekannt zu machen.</p>
<p>Im Westen der Stadt, an der Rheinischen Straße, verkünden noch heute hochragende Bauten weithin, dass hier die beiden größten Braustätten lagen. Eine von ihnen war die Dortmunder Actien-Brauerei (DAB). Sie wurde im Februar 1868 von den rheinischen Familien Herberz, Mauritz und Fischer gegründet. Sie hatten Dortmund als Ort für ihre Neugründung wegen des vorzüglichen Rufes, den das Dortmunder Bier schon damals überall genoss, gewählt und wohl auch, weil man sich in der boomenden Industriestadt einen guten Absatzmarkt versprach.</p>
<figure id="attachment_2886" aria-describedby="caption-attachment-2886" style="width: 931px" class="wp-caption aligncenter"><a href="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2016/02/DAB-ca.-1900.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-2886 size-full" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2016/02/DAB-ca.-1900.jpg" alt="DAB ca. 1900" width="931" height="600" /></a><figcaption id="caption-attachment-2886" class="wp-caption-text">Alte Ansicht von 1901.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus kleinen Anfängen heraus, durch gute und schwierige Zeiten hindurch, arbeitete das Unternehmen über 100 Jahre an diesem Standort. 1960 war die Dortmunder Actien-Brauerei auf eine Jahresleistung von 1,2 Millionen hl Bier eingerichtet. Acht Füllanlagen waren in der Lage, 90 000 Flaschen in der Stunde, das heißt fast 1,5 Millionen Flaschen täglich zu reinigen, zu durchleuchten, zu kontrollieren und letztendlich zu füllen.</p>
<p>Dortmund war zur Bierstadt Nr. 1 in Europa aufgestiegen und zur Nr. 2 in der Welt hinter Milwaukee in den USA. Diese Stellung ist in den 1980er Jahren ins Wanken geraten: Änderungen des Kundengeschmacks wurden nicht rechtzeitig erkannt, so dass der Ausstoß sank. Seitdem sind die kleineren Dortmunder Brauereien verschwunden; sie wurden im Zuge der Konzentration der Produktion von den Branchengrößen geschluckt. Und auch die größte Brauerei, die Dortmunder Actien-Brauerei, musste 1984 ihren Standort aufgeben und wurde in den Dortmunder Norden verlegt; sie gehört heute zur Radeberger-Gruppe und ist Teil des Oetker-Konzerns.</p>
<p>Große Teile der Brauerei sind verschwunden, aber zwei Gebäude haben die Jahrzehnte überlebt: das Verwaltungsgebäude und das Belegschaftshaus. Die Stadt hat sie gekauft und zu Schulen umgebaut. Neben der Fachhochschule für Verwaltung hat vor mehr als zwanzig Jahren das Westfalen-Kolleg seinen Unterricht an der Rheinischen Straße im ehemaligen Belegschaftshaus aufgenommen. Die Fachhochschule ist weggezogen, das Kolleg blieb. Seit dem letzten Sommer – nachdem die Berufskollegs als Zwischennutzer wieder in ihre eigenen Häuser zurückgekehrt sind – nutzt es wegen des Anstiegs der Studierendenzahl zusammen mit der VHS und Abendrealschule auch Räume im früheren Verwaltungsgebäude der DAB.</p>
<p>Text:Theodor Beckmann / Jochen Nähle</p>
<p>Foto:<br />
Blick von Westen 1983, Sammlung Klammer</p>
<p>Ersterscheinung: Rheinische Straßenzeitung Dezember 2011</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Quartiersmanagement Unionviertel</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/qm-unionviertel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Svenja Noltemeyer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2020 16:07:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
		<category><![CDATA[Innenstadt West]]></category>
		<category><![CDATA[InWest]]></category>
		<category><![CDATA[QM]]></category>
		<category><![CDATA[Quartiersmanagement]]></category>
		<category><![CDATA[smart rhino]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtteilgenossenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Stadtumbau]]></category>
		<category><![CDATA[Unionviertel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Stadtumbau &#8211; und dann? Nach Beendigung des Quartiersmanagements im Rahmen des Stadtumbaus Rheinische Straße (heute Unionviertel) im Jahre 2016 hat sich die Bezirksvertretung Innenstadt-West bereit erklärt, diese wertvolle Maßnahme im kleineren Umfang fortzuführen und zu finanzieren. Damit ist es gelungen, ein Quartiersmanagement im Unionviertel über die Laufzeit der Städtebauförderung hinaus zu halten &#8211; sozusagen zu ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Stadtumbau &#8211; und dann?</strong><br />
Nach Beendigung des Quartiersmanagements im Rahmen des Stadtumbaus Rheinische Straße (heute Unionviertel) im Jahre 2016 hat sich die Bezirksvertretung Innenstadt-West bereit erklärt, diese wertvolle Maßnahme im kleineren Umfang fortzuführen und zu finanzieren. Damit ist es gelungen, ein Quartiersmanagement im Unionviertel über die Laufzeit der Städtebauförderung hinaus zu halten &#8211; sozusagen zu verstetigen. Das gelingt bisher in nur wenigen Städten.</p>
<p><strong>Bezirksvertretung Innenstadt-West tritt vorübergehend ein</strong><br />
Es war klar, dass diese Fortführung nur vorübergehend von der Bezirksvertretung finanziert werden konnte und dass ein Akteur aus dem Viertel mit dieser Aufgabe betraut werden soll. Es wurden ausgewählte Akteure aus dem Viertel aufgefordert, ein Angebot zur Fortführung des Quartiersmanagements (kurz QM) abzugeben. Die InWest eG hat sich damals (2017) zusammen mit den Urbanisten als Partner darum beworben und den Zuschlag erhalten. Im August 2017 war es offiziell: Das Unionviertel hatte wieder einen Ansprechpartner vor Ort! Es handelte sich jedoch nur um ein zeitlich befristetes Engagement. Auf Dauer muss eine andere Lösung und Finanzierung gefunden werden.</p>
<p><strong>Stadtteilgenossenschaft InWest ist Ansprechpartner vor Ort</strong><br />
In den kommenden zwei Jahren bemühte sich das QM &#8211; bestehend aus Silvia Beckmann (InWest eG) und Yvonne Johannsen (die Urbanisten) überwiegend um die Stärkung des westlichen Unionviertel und Unterdorstfeld. Im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel konnte eine halbe Personalstelle finanziert werden.</p>
<p><strong>Dicke Bretter und Herausforderungen bleiben</strong><br />
Die Aufgaben und Herausforderungen in den Stadtteilen sind mannigfaltig: Leerstehende Ladenlokale trüben den Eindruck ehemaliger lebendiger Handelslagen, die Qualität öffentlicher Räume und Plätze lassen zu Wünschen übrig, die Bedeutung der Wochenmärkte lässt nach und lähmt das Stadtteilleben, barrierefreie Bahnzugänge entlang der Rheinischen Straße fehlen. Dies sind nur einige Themen und dicke Bretter, die es in den nächsten Jahren zu bohren und zu verbessern gilt.</p>
<p><strong>Ein QM alleine schafft das nicht. Hier ist die Zusammenarbeit vieler</strong><br />
Akteure gefragt: städtische Verwaltung, Stadtteilpolitik sowie lokale Unternehmer*innen, Initiativen, Gemeinden und Menschen vor Ort. Das QM hat einen wesentlichen Beitrag zur Verbesserung der Zusammenarbeit geleistet, Netzwerkstrukturen fortgeführt und neue aufgebaut.</p>
<p><strong>Lokales Engagement fördern</strong><br />
Der Quartiersfonds ist nach wie vor ein wichtiges Instrument zur Förderung bürgerschaftlichen Engagements. In den vergangenen 2,5 Jahren sind 13 Projekte in Dorstfeld und Unionviertel erfolgreich umgesetzt worden. Eine Auswahl:<br />
• Musikhymne für das Unionviertel<br />
• Selbstgebaute Blumenkästen für Fenstersimse<br />
• Klappbank auf dem Wilhelmplatz<br />
• Kunstprojekt „Gentrifizierung ehrenamtlich“ und „mehr als eins“<br />
• Nachbarschaftsprojekte „koch bunt“ und „komm mit mir nach Bollywood“<br />
• Imagekampagnen und Bildungsprojekte in Dorstfeld</p>
<p><strong>Neue Gesichter im Viertel</strong><br />
Das Vermitteln leerer Räume und Anziehen neuer Akteure im Viertel ist eine Spezialität der Stadtteilgenossenschaft InWest. Das QM hat Neuankommende im Viertel bei der Suche geeigneter Räume im Stadtteil unterstützt. Im letzten Jahr sind viele neue Gesichter zugezogen und wirken positiv auf Ihr Umfeld und den Stadtteil. Beispiele neuer Nachbar*innen: Fotografen-Kollektiv in der Adlerstraße, Architekten-Kollektiv in der Heinrichstraße, Friseur in der Langen Straße.</p>
<p>Das QM hat ein Leerstandskataster für das westliche Unionviertel und Unterdorstfeld angelegt. Hier gibt es noch zahlreiche leere Gebäude, die auf eine Wiederbelebung und Sanierung warten. Das können aber nur die Eigentümer dieser Immobilien in die Hand nehmen. Das QM kann zusammen mit seinem Netzwerk positive Rahmenbedingungen schaffen und Anreize geben.</p>
<p><strong>Zukunftsweisende Ideen und neue Impulse für den Stadtteil</strong><br />
Das QM hat in Zusammenarbeit mit jungen Menschen und Studierenden zukunftsweisende Impulse erarbeitet: bspw. zur zukünftigen Entwicklung des Wilhelmplatzes und des Dorstfelder Hellwegs vor dem Hintergrund der anstehenden grünen Entwicklung in der Nachbarschaft (Internationale Gartenausstellung 2027 und Smart Rhino (HSP-Gelände).</p>
<p>Studierende der FH Design haben sich ein Semester lang mit dem Platanenplatz auseinandergesetzt. Dieser wirkt jetzt noch unscheinbar neben dem mächtigen Versorgungsamt, doch in Zukunft wird er wohl eine zentrale Rolle im Stadtteilleben des neu entstehenden Stadtteils auf dem HSP spielen.</p>
<p><strong>2020 – wie geht es weiter?</strong><br />
Die Entwicklung des Stadtteils und der Nachbarbezirke liegt der InWest nach wie vor am Herzen. Leider ist es nicht gelungen, den Auftrag des Quartiersmanagements im Jahr 2020 fortzuführen. Die InWest spricht aber ganz klar die Empfehlungen aus: Es braucht auch weiterhin Ansprechpartner mit Leidenschaft und Expertise vor Ort! Es braucht eine bessere finanzielle Ausstattung zur Bewältigung dieser zahlreichen Aufgaben! Es braucht eine längerfristige Perspektive zur erfolgreichen Durchführung dieses Auftrags! Es braucht eine dauerhafte und stabile Zusammenarbeit gestaltungswilliger Partner*innen und Entscheidungsträger, denen die Zukunft unserer Stadtteile am Herzen liegt!</p>
<p><em>Wir drücken die Daumen, dass diese Rahmenbedingungen zeitnah hergestellt werden können und sind bereit, auch weiterhin einen Beitrag zu leisten!</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Brauereiarchitektur im Union-Viertel</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/brauereiarchitektur-im-union-viertel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silvia Beckmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Nov 2015 14:53:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Etliche der Besonderheiten, die den Charakter des Quartiers an der Rheinischen Straße bestimmen und die es heute attraktiv für die Kreative Szene machen, stehen in ursächlichem Zusammenhang mit dessen schwerindustrieller Vergangenheit. Stadtbild und Infrastruktur wurden maßgeblich geprägt durch die Eisenwerke der Union sowie Rote Erde und Zeche Tremonia. Diese industriellen Anlagen hatten (und haben teilweise ...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Etliche der Besonderheiten, die den Charakter des Quartiers an der Rheinischen Straße bestimmen und die es heute attraktiv für die Kreative Szene machen, stehen in ursächlichem Zusammenhang mit dessen schwerindustrieller Vergangenheit. Stadtbild und Infrastruktur wurden maßgeblich geprägt durch die Eisenwerke der Union sowie Rote Erde und Zeche Tremonia. Diese industriellen Anlagen hatten (und haben teilweise noch) ihre Standorte auf der westlichen Seite des Viertels. Der innenstadtnahe östliche Bereich dagegen, und das wird häufig vergessen, bekam den Stempel von hier ansässigen Großbrauereien aufgedrückt. Dortmund war berühmt für seine Bierproduktion und das Areal zwischen Rheinischer Straße und den Gleisanlagen der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft, deren Verlauf mit den heutigen Trassen noch weitgehend übereinstimmt, galt unumstritten als Zentrum des industriellen Brauwesens.<br />
„Die Geschichte der Dortmunder Biere lässt sich natürlich viel weiter zurückverfolgen“, sagt Jürgen Kuckelke. Kuckelke hat 2003 eine Magisterarbeit über die Brauereiarchitektur in Dortmund geschrieben und sich wie kaum jemand sonst mit diesem Aspekt des Themas beschäftigt. „Vor der industriellen Revolution wurde in erster Linie von Bäckern oder Wirten gebraut, manchmal auch nur nebenerwerblich oder für den Eigenbedarf. Zu diesem Zweck reichte ein kleines Gebäude, gegebenenfalls sogar ein größerer Raum im Haus. Prägend für das Bild der Stadt waren diese handwerklich produzierenden Betriebe nicht. Erst mit Erfindungen wie Dampfmaschine, Kühltechnik und Hefereinzucht in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Basis für das industrielle Brauen gelegt. Die Folge war eine differenzierte, den Aufgaben der dann möglich wie auch nötig gewordenen Gebäude untergeordnete Architektur. Im Rahmen meiner Arbeit habe ich nicht nur die Veränderungen dieser Architektur über die Zeit untersucht, sondern auch, ob es dabei Parallelen zur Schwerindustrie im allgemeinen gab. Die Hauptgebäude der großen Werke im Bereich der Kohle- und Stahlindustrie glichen im 19. Jahrhundert in ihrer historisierenden Form und aufgrund ihrer teils sehr aufwändig mit Zierrat versehenen Fassaden und Dachkonstruktionen oft Kathedralen oder Palästen. Wie man weiß, hat sich das später grundlegend geändert. Und ich habe feststellen können, dass es bei den Brauereien eine gleichlaufende Entwicklung gegeben hat.“</p>
<p>Auf den ersten Blick verrät das Viertel wenig von seiner braugeschichtlichen Vergangenheit. Namen<br />
wie Germania-, Linden- oder Lehmkuhl-Brauerei sind heute allenfalls historisch interessierten Bürgern geläufig. Für jeden erkennbar überdauert hat einzig das „U“, also das 1913 errichtete, von Emil Moog entworfene ehemalige Kellerhochhaus der DUB. „Leider ist bei der Umgestaltung zur heutigen Nutzung der Charakter des Gebäudes verlorengegangen“, bedauert Kuckelke. „Die ursprüngliche Funktion ist nicht mehr wahrnehmbar. Diesbezüglich ist das innen wie außen architektonisch eine Katastrophe. Vor die Prachtschauseite, die Süd-West-Ansicht, hat man zu allem Übel noch einen Neubauklotz gesetzt und ansonsten alles abgerissen, was zur Brauerei gehörte, Abfüllanlagen, Versand, Maschinenhaus, Sattlerei, Schlosserei und so weiter. Auf ihrem Höhepunkt waren die Brauereien vollkommen autarke Welten.“</p>
<p><a href="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/11/DAB.Briefkopf.um1900.1klein.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-2623" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/11/DAB.Briefkopf.um1900.1klein-960x720.jpg" alt="DAB.Briefkopf.um1900.1klein" width="960" height="720" srcset="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/11/DAB.Briefkopf.um1900.1klein-960x720.jpg 960w, https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/11/DAB.Briefkopf.um1900.1klein.jpg 1000w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></a></p>
<p>Vom Abriss dieser Anlagen zeugen die aktuell vorhandenen Brachen. Abgesehen davon ist für den Stadtteil eine sehr gedrängte Bebauung charakteristisch. Dichter zusammen an so engen Straßen stehen in Dortmund die Wohnhäuser nirgends. Begrenzt von Wall und Emscher, Gleisanlagen und Industrie war kein Platz, das Viertel großzügig zu entwickeln. Platzprobleme ergaben sich bald auch für die Brauereien. Ein Grund dafür, dass Hochbauten wie das „U“ nötig wurden. Der andere hängt mit der Nutzung der Schwerkraft im Fertigungsprozess zusammen. Ökonomisch sinnvoll mussten Rohstoffe einmal nach oben transportiert, um anschließend in einem mehrgeschossigen Bauwerk schrittweise abwärts weiterverarbeitet zu werden, bis im kühlen Keller das fertige Produkt in Erscheinung trat.<br />
Kuckelke hat sowohl Gebäude als Ganzes, aber auch deren funktionale und stilistische Elemente untersucht. Sein Material waren Grundrisse und Aufrisszeichnungen, die er in den Archiven der Brauereien, im Brauereimuseum oder im Westfälischen Wirtschaftsarchiv einsehen konnte. Die Perspektive eines Raumplaners war ihm dabei weniger wichtig, er hat sich also nicht mit dem Gesamteindruck des Viertels beschäftigt. Doch in der Addition der einzelnen Betriebe kann man sich durchaus ein Bild davon machen, wie es einst zwischen Wall und Eisenbahnbrücke an der Rheinischen Straße ausgesehen haben dürfte. Hier standen um 1900 sieben der acht Brauereien im Viertel, allein fünf davon zwischen oder an Sedan- (heute Brinkhoff-) und Unionstraße sowie unmittelbar westlich davon die ausgedehnte Actien-Brauerei.<br />
Die Betreiber der Brauereien waren durchaus interessiert, repräsentative Anlagen nach dem Geschmack der jeweiligen Zeit zu errichten. Bemerkenswerter Beleg in dieser Hinsicht ist ein erhalten gebliebener Briefwechsel zwischen der Actien-Brauerei und dem Bauamt der Stadt aus dem Jahr 1914. Die DAB hatte ihr Sudhaus erweitert und im Zuge dieser Maßnahme ein sehr großes, äußerst dekoratives Buntglasfenster installieren lassen. Dieses Fenster hatte das Bauamt bei seiner Gebrauchsabnahme als nicht feuersicher abgelehnt und folglich die Betriebsgenehmigung verweigert. Daraufhin hatte die DAB einen Ausnahmeantrag stellte, in welchem es heißt, „bei der Errichtung des Sudhauses und Anbaus haben wir keine Kosten gescheut, um etwas Schönes zu schaffen und bitten deshalb nochmals ganz ergebenst, von der allzuharten Auferlegung Abstand zu nehmen; durch die feuersichere Verglasung würde die ganze Wirkung des Baus vernichtet.“ Der Bitte wurde letzten Endes entsprochen.</p>
<p>Nicht jedes Gebäude verfügte über derart spektakuläre Elemente, Liebe zum Detail aber ließ sich oft erkennen. Etwa bei der an der Unionstraße ansässigen Germania-Brauerei. „Das Erdgeschoss der Germania wurde mit Bruchsteinen gemauert, das ist eine alte, tradierte Gestaltungsform der Vorrenaissance. Oberhalb der Bruchsteine wurden rote Ziegel verarbeitet, wie bei den meisten Industriebauten jener Zeit. Man weiß anhand der Aufrisse auch von Rustika-Elementen, die häufig bei Villen im italienischen Stil zu finden sind. Je höher man kommt, desto eleganter wird die Architektur, bis hin zu den zierlichen Türmchen auf dem Dach. Das hätte man auch ganz anders machen können.“<br />
Zwanzig oder dreißig Jahre später wäre das garantiert der Fall gewesen. „Im Lauf der Jahrzehnte änderte sich natürlich der Geschmack. Analog zur Architektur der Kohle- und Stahlwerke setzte sich auch bei den Brauereien stets der moderne Zeitgeist durch“, erklärt Kuckelke. „Wenn man Mitte des 19. Jahrhunderts gern auf sakrale Elemente zurückgriff, orientierte man sich nach der Jahrhundertwende am beliebt gewordenen expressionistischen oder am sachlichen Stil. Emil Moog meinte dazu, zweckmäßiges Bauen sei aus sich heraus bereits schön und fragte, warum man vor ein perfektes Gebäude einen Vorhang bauen solle, nur, um es anders aussehen zu lassen. Was man dabei nicht vergessen sollte, es gab auf den Werkgeländen nie einen fixen Zustand. In jeder Brauerei wurde permanent irgendetwas gebaut. Im laufenden Produktionsprozess, der ja nicht angehalten werden durfte.“<br />
Es liegt in der Natur der Sache, dass im 20. Jahrhundert die hoch aufragenden, großen Betriebe das Viertel dominierten. Wer dort seinem Beruf nachging, egal, ob der Arbeitgeber Besitzer eines Stahlwerks oder einer Brauerei war, lebte meist in unmittelbarer Nähe – in einem der erwähnt dicht an dicht gebauten Häuser, welche ihrerseits die wechselhaften Zeiten oftmals besser überstanden haben als die industriellen Bauten. Zugegeben, es ist einigermaßen egal, in welcher Branche die Hausbewohner tätig waren. Dennoch sei an dieser Stelle angemerkt, dass das Heim der Angestellten der Phoenix-Brauerei im Kern des Hauses Adler- Ecke Annenstraße unter Umständen weiter besteht. Laut einem Dortmunder Adressbuch aus dem Jahr 1894 waren unter dieser Adresse zwanzig Brauer gemeldet. Und zweifelsohne hat das Haus Rheinische- Ecke Huckarder Straße mehr als zehn Jahrzehnte überdauert. Nachweislich wohnten hier zeitweise der Gründer und auch der Braumeister der ehemaligen Stern-Brauerei.</p>
<p>Text: Martini</p>
<p>November 2015</p>
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		<title>Vergnügen im Viertel</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/vergnuegen-im-viertel/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank van Lieshaut]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Nov 2015 12:53:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
		<category><![CDATA[Action Brauerei]]></category>
		<category><![CDATA[Kinobooms]]></category>
		<category><![CDATA[Orpheum]]></category>
		<category><![CDATA[Pantoffelkino]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die älteren Leser werden sich an diesen Werbespruch aus den 1960ern erinnern. Doch schon 1911 errichtete der Kinobetreiber Heinrich Assauer an der Dorstfelder Brücke den ersten eigenständigen Kinoneubau Dortmunds: das Orpheum-Residenz-Theater mit zunächst 375 Sitzplätzen. Wegen seines auffälligen Blickfangs, der aus dem Dach vorspringenden Pegasus-Statue, war das „Orpheum“ weit über das Quartier an der Rheinischen ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die älteren Leser werden sich an diesen Werbespruch aus den 1960ern erinnern. Doch schon 1911 errichtete der Kinobetreiber Heinrich Assauer an der Dorstfelder Brücke den ersten eigenständigen Kinoneubau Dortmunds: das Orpheum-Residenz-Theater mit zunächst 375 Sitzplätzen. Wegen seines auffälligen Blickfangs, der aus dem Dach vorspringenden Pegasus-Statue, war das „Orpheum“ weit über das Quartier an der Rheinischen Straße hinaus bekannt.</p>
<p>Ein gesteigertes Bedürfnis nach Zerstreuung und Unterhaltung, auch um die Folgen der schlechten allgemeinen wirtschaftlichen Lage für ein paar Stunden zu vergessen, brachte den Betreibern der Filmtheater großen Zuspruch und stabile Einnahmen. Dies veranlasste den Eigentümer des Orpheum, durch Umbauten und Erweiterungen die Zahl der Plätze auf 600 (1929) bzw. 800 (1939) zu vergrößern. Einen weiteren Vorführsaal richtete H. Assauer 1920 im Saal des benachbarten Wirtshauses ein, das Thalia-Filmtheater mit 351 Sitzplätzen.</p>
<p>Ein kräftiger Trunk gehörte damals zu jedem Kinobesuch. Weiche Sessel gab es noch nicht; im alten „Orpheum“ standen Tische zwischen den langen, harten Bankreihen, und ein geschäftiger Kellner unterbrach die spannendste Stummfilmszene durch die lautstarke Frage: „Noch jemand einen halben Liter?“<br />
Die Rolle des Filmmusikkomponisten wurde in der Frühzeit des Films von dem Mann am Klavier mit mehr oder minder großem Erfolg wahrgenommen. Er untermalte die Filmszenen mit den Schlagern jener Tage, und da auch er sich mitunter zu reichlich an dem Gerstensaft labte, konnte es vorkommen, dass seine Musik erheblich hinter der Filmhandlung herhinkte. Eine Tatsache, die den Spaß der Zuschauer nur vergrößerte.</p>
<p>Nach der Zerstörung der Kinos im 2. Weltkrieg wurde das Orpheum in einem weniger spektakulären Gebäude wieder aufgebaut. Es war Teil des Kinobooms in West-Deutschland: Dortmund besaß 1956 – bezogen auf die Einwohnerzahl – die meisten Kinos in der Bundesrepublik, noch vor München und Köln.</p>
<p>Die Ruhr Nachrichten berichteten am 8. März vom Brand der Diskothek Orpheum. Quelle: Ruhr Nachrichten<br />
Das neue Medium Fernsehen &#8211; im Volksmund auch Pantoffelkino genannt &#8211; verursachte dann in den sechziger Jahren ein rasantes Kinosterben. So wurde das Orpheum zur gleichnamigen Diskothek, zu deren heute noch viel bedauertem Ende ein Feuer im Jahr 1989 führte.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2537" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/11/Orpheum_1989-Brand-960x754.jpg" alt="Die Ruhr Nachrichten berichteten am 8. März vom Brand der Diskothek Orpheum. Quelle:Ruhrnachrichten" width="960" height="754" srcset="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/11/Orpheum_1989-Brand-960x754.jpg 960w, https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/11/Orpheum_1989-Brand.jpg 1018w" sizes="auto, (max-width: 960px) 100vw, 960px" /></p>
<p>Text:<br />
Theodor Beckmann, Jochen Nähle, Westfalen-Kolleg Dortmund</p>
<p>Titelbild: <br />
Das Orpheum vor dem 2. Weltkrieg, im Hintergrund die Action Brauerei. Quelle: Valentin Frank</p>
<p>Ersterscheinung: Rheinische Straßenzeitung Juli 2010</p>
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		<title>West-Center</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/west-center/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Frank van Lieshaut]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Oct 2015 12:50:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
		<category><![CDATA[Dorstfelder Betriebshofs]]></category>
		<category><![CDATA[Ritterbrauerei]]></category>
		<category><![CDATA[Straßenbahndepot]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte der Industrialisierung Dortmunds und damit auch die der Rheinischen Straße ist eng verknüpft mit der Historie der Straßenbahn in der Stadt. Bereits 1881 wurde die Strecke Funkenburg – Dorstfeld als Pferdebahn in Betrieb genommen. 1893/94, nachdem die ersten elektrischen Triebwagen angeschafft waren, wurden sie auf dieser Linie Probe gefahren. Bereits 1892 gab es ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Geschichte der Industrialisierung Dortmunds und damit auch die der Rheinischen Straße ist eng verknüpft mit der Historie der Straßenbahn in der Stadt. Bereits 1881 wurde die Strecke Funkenburg – Dorstfeld als Pferdebahn in Betrieb genommen. 1893/94, nachdem die ersten elektrischen Triebwagen angeschafft waren, wurden sie auf dieser Linie Probe gefahren. Bereits 1892 gab es ein Straßenbahndepot an der Rheinischen Straße, das schrittweise vergrößert und zum Mittelpunkt der Städtischen Straßenbahn mit Kraftstation und Verwaltung wurde.</p>

<a href='https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/08/Schiebebühne-1966_neu.jpg'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/08/Schiebebühne-1966_neu-400x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/08/Plan-Depot-1966.jpg'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/08/Plan-Depot-1966-400x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/08/Depot-Rheinische-Str.jpg'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/08/Depot-Rheinische-Str-400x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Als 1914 die Dortmunder Straßenbahnen GmbH gegründet wurde, fuhr die Linie 2 von Dorstfeld nach Körne, der Fahrpreis für die 5,8 km lange Strecke betrug 20 Pfennige. Lediglich im Jahr 1956, beim Umbau der Dorstfelder Brücke, wurde der Straßenbahnverkehr auf dieser Linie einmal unterbrochen.<br />
Der Betriebshof Rheinische Straße war eingepfercht zwischen Wohnbebauung, Union-, Ritter- und Actien Brauerei, die Wagen mussten über eine Schiebebühne in die Hallen befördert werden. Die<br />
schlechten Rangiermöglichkeiten und die Einführung neuer Gelenkwagen, die hier nicht stationiert werden konnten, führten zum Neubau des Dorstfelder Betriebshofs und bedeuteten das Ende dieses traditionellen Straßenbahnstandorts am 03.09.1967.<br />
Es folgten die Verlagerung der Ritterbrauerei nach Lütgendortmund – dorthin zog nach der Fusion auch die Union Brauerei &#8211; sowie letztendlich der Abriss fast des gesamten Komplexes.<br />
Heute erinnert die Kunden des West-Centers sicherlich nichts mehr an diesen traditionsreichen Standort Dortmunder Straßenbahngeschichte.</p>
<p>Text: Jochen Nähle, Westfalen-Kolleg<br />
Titelbild: Jochen Nähle<br />
Bildquellen: Historischer Verein der Dortmunder Stadtwerke AG</p>
<p>Ersterscheinung: Rheinische Straßenzeitung Juni 2009</p>
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		<title>Von Bauten, Boom und Bomben</title>
		<link>https://www.unionviertel.de/von-bauten-boom-und-bomben/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Silvia Beckmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Mar 2015 09:44:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[DAS VIERTEL]]></category>
		<category><![CDATA[GESCHICHTE DES VIERTELS]]></category>
		<category><![CDATA[Bauten]]></category>
		<category><![CDATA[Geschichte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Zeit der Industrialisierung brachte Dortmund gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen großen wirtschaftlichen Aufschwung, der besonders entlang der Rheinischen Straße auf drei Säulen beruhte: Kohle mit der Zeche Tremonia, Stahl mit den Werken Union und Rothe Erde sowie den Großbrauereien Ritter, DAB und DUB. Die Folge war ein wahrer Bevölkerungsboom: Zwischen 1880 und 1910 ...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Die Zeit der Industrialisierung brachte Dortmund gegen Ende des 19. Jahrhunderts einen<br />
großen wirtschaftlichen Aufschwung, der besonders entlang der Rheinischen Straße auf drei Säulen beruhte: Kohle mit der Zeche Tremonia, Stahl mit den Werken Union und Rothe Erde sowie den Großbrauereien Ritter, DAB und DUB.<br />
Die Folge war ein wahrer Bevölkerungsboom: Zwischen 1880 und 1910 stieg die Einwohnerzahl der Stadt von 66 000 auf 215 000 an. Zwangsläufig ergab sich ein enormer Bauboom entlang der Ausfallstraßen aus der Innenstadt und nahe der Industrieanlagen.</p>

<a href='https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/03/013-Adler-Paulinenstr-1955.jpg'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/03/013-Adler-Paulinenstr-1955-400x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/03/012-Adler-Ecke-Paulinenstr.-1945.jpg'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/03/012-Adler-Ecke-Paulinenstr.-1945-400x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>
<a href='https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/03/009-Langestr.111-113.jpg'><img loading="lazy" decoding="async" width="400" height="400" src="https://www.unionviertel.de/wp-content/uploads/2015/03/009-Langestr.111-113-400x400.jpg" class="attachment-thumbnail size-thumbnail" alt="" /></a>

<p>Die typische, meist vierstöckige, rasterförmige Wohnbebauung entstand, durchsetzt mit Gewerbe der unterschiedlichsten Art, oft in den Hinterhöfen der Gebäude. Meist waren es Kaufleute und Kleinunternehmer, die die Häuser bauten .Durch die große Nachfrage nach Wohnraum waren die Mieten hoch und infolge der dichten Bebauung die Lebens- und Umweltbedingungen schlecht. Einen Gegenpol wollte da der genossenschaftliche Wohnungsbau setzen. 1893 wurde der Spar- und Bauverein gegründet, dessen Gebäude das Bild der gründerzeitlichen Wohnviertel der Stadt entscheidend mit prägten. Bereits 1895 waren im Quartier die Häuser in der Adler-, Lange- und Paulinenstraße gebaut, weitere folgten bald in den angrenzenden Straßen.<br />
Der Boom wurde durch die beiden Kriege jäh gestoppt, besonders der 2. Weltkrieg hatte schlimme Folgen für das Viertel. Ein großer Teil der Gebäude entlang der Rheinischen Straße wurde von den Bomben der Alliierten zerstört, aber auch im Wohnviertel selbst wurden die Sudermannstraße und weitere Gebäude in Schutt und Asche gelegt.<br />
Es folgte der Wiederaufbau und mit dem „Wirtschaftswunder“ eine weitere Boomphase.<br />
Doch seit Mitte der 1970er Jahre kam es durch den Wegfall der prägenden Industrien auch zu einem Niedergang des Viertels. Der mit dem Strukturwandel verbundene Stadtumbau hat aber in den letzten Jahren zu einer Revitalisierung des Quartiers geführt, das mittlerweile besonders für junge Leute und die Kunstszene wieder eine steigende Attraktivität besitzt.</p>
<p>Text: Jochen Nähle, Westfalen Kolleg</p>
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